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Traumbild

Gegen Ende des vergangenen Jahres hatte ich in einigen Nächten wiederholt das gleiche Traumbild, das aus meiner Sicht sehr bezeichnend für das Thema der Freiheit ist.

In diesen Träumen hatte ich eines der für mich schönsten Traumbilder überhaupt: Ich war in der Lage, zu fliegen. Dieses Bild allein steht für mich schon symbolisch für den Begriff der Freiheit, der völligen Loslösung.

In dem folgenden Zusammenhang trat es zutage (Alle Traumdeuter unter den Lesern sind herzlich zu einem Austausch eingeladen):

 

Die Umgebung war in ihren Details immer etwas verändert, doch allen Träumen war gleich, dass ich mich stets in einem großen Gebäude befand, dem ich unbedingt entfliehen wollte, denn es bescherte mir ein Gefühl der Gefangenschaft. Und immer gab es jemanden, der mich verfolgte um mich gefangen zu halten.

Auf meiner Flucht passierte ich immer wieder Türen und Fenster, in denen ich schon von drinnen die Außenwelt mit Landschaft, Bäumen und einem weiten Himmel erkennen konnte. Doch jedes Mal, wenn ich heraussprang und meine Flügel ausbreitete um in Richtung Himmel zu fliegen, stellte ich fest, dass ich mich nun lediglich in einem weiteren Raum befand, der einfach nur größer als der vorherige war und wie eine zweite Hülle um diesen herum zu existieren schien.

 

Ein anderes Mal befand ich mich schienbar tatsächlich schon draußen und flog nun immer weiter nach oben, um irgendwann den blauen Himmel in seiner Weite zu sehen. Über mir versperrte mir jedoch eine riesige schwebende Decke die Sicht. Doch ich fand das Ende der Riesenplatte und schlüpfte an der Seite vorbei - voller Erwartung und Vorfreude. Diese verebbte jedoch schnell, als ich sah, dass ich auf dieser Ebene mich wiederum unter einer weiteren Decke befand. Das Spiel begann erneut und ich konnte auch an ihr vorbeifliegen, weiter Richtung Himmel. Tatsächlich ging dieser Prozess bis zum Erwachen aus dem Traum weiter und fand kein Ende. Wie in einer Matrjoschka hangelte ich mich von Ebene zu Ebene.

 

Meiner Ansicht nach stellt dieses Traumbild eine schöne Metapher für die Freiheit dar. Im Leben sind wir fortwährend dabei, nach oben zu steigen. Wir wachsen ständig und in jedem Augenblick. Was das Thema Freiheit betrifft, bewegen wir uns dabei stets in einem bestimmten Rahmen. Auf der Erde, in unserem derzeitigen inkarnierten Zustand sind wir immer "nur" frei innerhalb bestimmter Umstände.

Und dennoch wissen wir in unserem Innern ganz genau, dass es diese Weite und das gänzliche Losgelöstsein von allem gibt. Vielleicht erwarten wir es nur an einer anderen Stelle als dort, wo es tatsächlich zu finden ist...?

© Maria Seidel


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