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Die Fülle des Lebens

Beobachte ich die Menschen – mich selbst eingeschlossen – und Geschehnisse, höre ich aufmerksam und wertfrei zu, dann stelle ich fest, dass die Werte von Liebe, Fülle und Vertrauen nicht leicht zu finden sind. Tatsächlich ist im menschlichen Kollektivbewusstsein ein Muster des kompletteten Gegenteils vorherrschend: Angst, Mangel und Misstrauen.

Und sehr deutlich sticht hier, wie ich finde, das Mangeldenken heraus.

Es scheint von allem zu wenig da zu sein: zu wenig Zeit, zu wenig Geld, zu wenig Arbeitsplätze, zu wenig Möglichkeiten, zu wenig Spaß, zu wenig Lebensfreude, zu wenig Selbstvertrauen, zu wenig Liebe und so weiter...

 


Die inneren Ursachen


Was lässt die Menschen denken, es gäbe zu wenig von allem oder sie hätten stets zu wenig?

Eckhart Tolle betrachtet in seinem Buch "Eine neue Erde" (zur Buchrezension) als Ursachen dafür eine mangelne Selbstachtung und ein  gestörtes Selbstbild
Wie sollte ein Mensch Fülle und Überfluss im Außen wahrnehmen und erleben können, wenn er diese nicht zuvor in sich selbst spürt?

In dem entsprechenden Kapitel "Fülle" aus seinem Werk beschreibt Tolle, dass alle Ergebnisse im Außen, die einen Mangel deutlich machen, in destruktiven, gegen uns selbst gerichteten Glaubenssätzen und innersten Überzeugungen wurzeln. Diese könnten in etwa lauten:

 

"Mir wird keine Achtung entgegen gebracht und keine Anerkennung gezollt, ich werde nicht richtig gewürdigt."

"Ich bin ein armes 'kleines Ich', dessen Bedürfnisse nicht befriedigt werden."

 

Wir machen unsere Identität von äußeren Umständen und dem Umgang unserer Mitmenschen abhängig und fühlen uns ungerecht behandelt. Ganz klar nehmen wir dadurch die Opferrolle ein und machen dadurch die Anderen automatisch zu den Tätern. Nach diesen Prinzipien leben wir und strahlen sie aus.

 

 

Definitionen und Vergleiche

 

Aus meiner Sicht hat das kollektive Mangeldenken auch damit zu tun, dass wir von Anfang an gelernt haben, die Dinge zu messen, zu bewerten und zu vergleichen. Das Eine ist besser, größer, effizienter, erstrebenswerter als das Andere. Vor allem unterziehen wir uns selbst und unsere Situation oder Konstitution oft einer Bewertung und einem Vergleich mit dem, was wir außerhalb von uns sehen.

 

"Mein Kollege hat eine bessere berufliche Stellung als ich."

"Er oder Sie hat mehr Geld, die besseren Fähigkeiten, die günstigeren Voraussetzungen, die einfacheren Familienverhältnisse."

"Der oder die Andere hat schon so viel mehr erreicht als ich."

 

Und letztendlich drücken sich diese Gedanken dann in Form von destruktiven Glaubenssätzen in unserem Wesen ab:

 

"Ich habe nicht genug."

"Ich bin nicht gut genug."

"Ich bin es nicht wert."
"Ich bin unfähig."

 

Durch sie generieren wir uns fortwährend neue Situationen, die uns wieder und wieder Mangel bescheren – in welcher Form auch immer. Denn es erreicht uns immer genau das, was wir aussenden. Nicht mehr und nicht weniger. Materie folgt dem Geist. Ein von Mangel geprägtes Denken wird uns weiteren Mangel bescheren, - mehr Menschen, die unsere Bedürfnisse missachten, mehr Geldsorgen, mehr Schulden, mehr Situationen, die uns glauben lassen, wir wären wertlos - solange bis wir diese Muster erkannt und gewandelt haben.

 

 

Die Wahrheit in uns

 

Während ich diesen Artikel schreibe, sitze ich auf einer satten grünen Wiese mit Apfel-, Kirsch-, Birnen- und Laubbäumen in voller Blüte und in frischem Grün des Frühsommers. Sogar ein Pfirsichbäumchen ist dabei mit kleinen pinken Blüten. Es ist warm. Die Sonne scheint am wolkenlosen Himmel und die Tulpen und Vergissmeinnicht sind die Farbakzente in dieser stimmungsvollen Umgebung.

 

Die Natur offenbart mir hier die absolute Fülle, als Sinnbild für den Gedanken, dass alles da ist, was wir brauchen. Wenn Du diesen Artikel daheim vor Deinem Computer liest, dann gehörst Du zu den etwa vier Milliarden Menschen weltweit, die den Luxus eines Internetzuganges genießen.


Wobei auch diese Feststellung eine Begründung auf der Ergebnisebene ist - ein "Beweis" - im Außen gesucht und gefunden. Unser Selbst jedoch braucht keinen Grund aus dem Außen um zu wissen, was Fülle bedeutet. Aus meiner Sicht sind wir unserem tiefsten Wesen nach - auf Seelenebene -  ewig und unendlich.
Mehr Fülle geht nicht!

 

Und letztlich sind wir ohnehin immer genau das, wofür wir uns halten. Als Schöpferwesen können wir alles sein und haben, was wir uns vorstellen können. Die Möglichkeiten sind so unendlich wie unser Bewusstsein. Alle Grenzen, in denen wir zu leben glauben, setzen wir uns selbst. Und so haben wir auch die Möglichkeit, alle Anhaftung und damit die Identifikation mit den Dingen, den Umständen und so weiter aufzugeben und einfach zu SEIN. Stichwort: Anerkennung. ;-)

 

Wie wäre es also, für alles, was uns umgibt und das, was wir bereits haben, eine tiefe Dankbarkeit zu leben – aus unserem Selbst heraus?
Dann öffnen wir Tür und Tor für die Fülle des Lebens.

© Maria Seidel


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