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Was ist Liebe?

 Vor etwa zwei einhalb Jahren mündete mein innerer Wachstumsprozess in der Frage:

Was eigentlich ist Liebe?

Was bedeutet sie?

Und was ist ihre innerste Essenz?

Damals hatte ich mich gerade kürzlich von meinem Lebenspartner getrennt. Und ich war fest entschlossen, vorerst keine neue Beziehung einzugehen. Es war meine Phase des Zweifelns und des Hinterfragens in jeglicher Hinsicht. In mir kam die Frage auf, wozu Menschen überhaupt in Partnerschaft gehen. Überall hatte ich von dem – wie es mir vorkam – abgedroschenen und eingestaubten Satz gehört: Du musst zuerst Dich selbst lieben bevor Du jemand anderen lieben kannst.

 

Erst heute verstehe ich, was damit gemeint ist (wobei ich es wahrscheinlich anders formulieren würde). Damals erahnte ich es im Ansatz. Und so begab ich mich auf die Suche. Eine Suche nach mir selbst und nach der Liebe.

 

 

Liebe außen - Liebe innen

 

Mein Selbst hatte damals augenscheinlich bereits erkannt, dass es dabei um mehr gehen musste als es uns im Außen vorwiegend präsentiert wird – als "Liebe" im Sinne einer romantischen Liebesbeziehung zwischen zwei Liebespartnern (welchen Geschlechts auch immer). Ich ahnte, dass etwas dahinter steckte, von dem im Kollektiv wahrscheinlich selten bis nie gesprochen werden würde. Etwas Tieferes abseits aller fiktiven Darstellungen von Hollywood, Daily Soaps, Liebesballaden und Märchenvorstellungen mit weißen Pferden bei Sonnenuntergang am Strand.

Ich durchforstete Blogs und Videobeiträge, las Bücher und Zeitschriften und glich alles mit meinen eigenen Ideen ab. Sagte mir etwas zu, nahm ich es an und fühlte mich bestätigt, war es mir zuwider, schob ich es weg und verneinte es - eine ego-gesteuerte Suche.  Irgendwann stellte ich fest, dass mich dieses Vorgehen nicht wirklich voran brachte, es hätte noch ewig so weitergehen können. Jeder Beitrag, den ich las oder mir ansah, zeigte jeweils nur eine Sicht der Dinge – den Standpunkt desjenigen, der dort sprach. Und irgendwann kam der Punkt, an dem ich feststellte, dass die Wahrheit ganz allein in mir selbst zu finden sein würde.

"Du musst zuerst Dich selbst lieben bevor Du jemand anderen lieben kannst."

 

Oder wie wäre es mit: Liebe Dich selbst. Erkenne, dass Du Liebe bist und Du erkennst Dich selbst im Anderen.

In der Bibel heißt es:
"Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm." (1. Joh. 4,16)

Heute bedeutet Liebe für mich das Absolute. Das Ewige und Unendliche. Ohne Zeit, ohne Raum.

Ich weiß nun: Liebe ist allumfassend. Sie ist das, was das gesamte Universum durchzieht. Sie ist unsere Essenz und unser Ursprung. Wir alle sind in Liebe geboren. Wir sind Liebe. Gleichzeitig ist Liebe unsere Fähigkeit als Menschen. Die Erkenntnis, dass wir alle eins sind und jeder ein individueller Ausdruck desselben göttlichen Seins, lässt uns die Leichtigkeit im Leben wiederfinden.

Zugegeben: Es scheint nicht immer einfach zu sein, den Nachbarn, der Dich erst gestern noch wüst beschimpft hat, anzuerkennen oder die Frau von gegenüber, die Dir immer nur von ihren Gebrechen erzählt und was für ein Krampf das Leben doch ist.

Aber wie wäre es an dieser Stelle, den Gegenüber als Spiegel zu sehen, der Dir Deine eigenen Schattenseiten offenbart? Das gibt Dir die Möglichkeit, mehr über Dich selbst zu erfahren, Dir selbst auf die Schliche zu kommen und zu erkennen, welche Spiele Du spielst. Und wie wäre es überdies, den Anderen nicht nur liebevoll anzuerkennen so wie er ist, sondern ihm obendrein dankbar zu sein, dass er sich Dir zur Verfügung stellt als Dein Spiegel?

 

Das Leben ist so gnädig zu Dir, dass es Dir immer wieder aufs Neue die Möglichkeit zu innerem Wachstum bietet!

 


Das Gegenteil von Liebe: Hass?

 

 Wie aber kann Liebe absolut sein? Impliziert nicht die Existenz von Liebe, dass es auch ein Gegenteil geben muss? Da wir in unserer Welt der Dualität Begrifflichkeiten gebrauchen, könnte man meinen, es wäre der Hass. Aus meiner Sicht ist es allerdings so, dass "Liebe" lediglich ein Wort ist, mit dem wir versuchen, uns diesem Prinzip anzunähern, das sich eigentlich kaum bis gar nicht beschreiben lässt. Begriffe sind immer Hilfsmittel auf profaner Ebene, um Dinge zu benennen. Tatsächlich sind die Dinge dabei einfach was sie sind. Zieht man jegliche Benennung und damit Bewertung ab, dann sind die Dinge einfach. Genau wie wir Menschen. So sehe ich es auch mit der Liebe. Sie ist absolut. Sie ist überall, sie war immer und wird immer sein. Aus diesem Grunde gibt es in meinen Augen auch keine "große Liebe" (Was ist denn dann die "kleine Liebe"?) ebensowenig wie Liebe wachsen kann, gibt es doch keine Mengenangaben was die Liebe betrifft (Etwa: hier mehr Liebe als dort). Liebe ist einfach.

Dennoch gibt es etwas, das uns davon abhält, mit der Quelle unseres Seins in Verbindung zu kommen: Es ist die Angst. Angst davor, den Job oder den guten Ruf zu verlieren, Angst vor der Zukunft, Angst davor, was andere über Dich denken könnten, Angst vor dem vermeintlichen Versagen oder Angst, im kommenden Monat die Miete nicht zahlen zu können.
Egal, welche Form die Angst in Dir annimmt, hier bist Du gefangen im Karussell des Verstandes, das es Dir schwerer macht, die liebevolle Verbundenheit mit allem zu spüren und zu leben.

 

 

Das Leben liebt mich und ich liebe das Leben!

 

Was sind Deine Möglichkeiten um aus dem Karussell auszusteigen? Wie wäre es mit einer Affirmation? Louise Hay ist eine Ikone im Bereich der Affirmationen. Sie rät beispielsweise, sich selbst vor einem Spiegel in die Augen zu blicken und positive Sätze wie "Das Leben liebt mich und ich liebe das Leben!" bewusst auszusprechen, als regelmäßiges Training. Unser Gedankenapparat funktioniert zu einem großen Teil gewohnheitsmäßig und viele Menschen sind unentwegt dabei, - gemäß ihrer Kontexte und Glaubenssätze - Gedanken zu pflegen, wie etwa: "Ich bin zu klein, zu schwach, zu unzulänglich.", "Ich kann das nicht, ich bin unfähig." oder "Ich bin es nicht wert." Das sind ihre Wahrheiten. Doch genau wie bei einem Computer lassen sich hier neue "Programme" aufspielen.
Wie wäre es, diese alten Kontexte zu wandeln, achtsam zu sein und jedes Mal, wenn Du Dich dabei ertappst, wie sich ein destruktiver Gedanke einschleicht, diesen sofort ins Schöpferische umzukehren und damit wieder in Berührung zu kommen mit Dir selbst, mit Deinen Mitmenschen und mit dem Göttlichen?

"Ich kann alles erreichen."
"Das Leben ist für mich."
"Ich bin mit allem verbunden."
"Ich liebe mich."

© Maria Seidel


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