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Das ewige JETZT - Gegenwärtigkeit

"Zeit ist das, was man an der Uhr abliest.", sagte Albert Einstein.

Im Folgenden erwartet Dich ein Bericht aus der beobachtenden Gegenwärtigkeit.

"Wie geht's Dir?"

 

Bezüglich dieser oft gestellten Frage habe ich eine, wie ich finde, interessante Beobachtung bei mir selbst machen dürfen:

 

Die Frage nach meiner Befindlichkeit habe ich seit jeher aus meinem Selbst heraus beantwortet.
In 95 % der Fälle erhält mein gegenüber die Antwort: "Danke, mir geht es (sehr) gut!"

Warum? Im gegenwärtigen Augenblick ist alles gut. Alles. Immer.

 

Bekomme ich diese Frage gestellt, denke ich so gut wie nie an die Vergangenheit, meine Lebenssituation, die Umstände, meine Beziehungen, oder andere Dinge im Außen.

 

Und aus meiner Sicht gibt es im gegenwärtigen Moment kein Problem.


Ein kleines Beispiel: Mein Sohn schläft derzeit die Nächte noch nicht durch, sodass ich nachts aufstehen "muss" und seit Monaten weder durchschlafe noch ausschlafe. Doch hier ist bereits erkennbar, dass ein Problem entsteht, sobald ich den Gegenbenheiten Zeit gebe - wenn ich sage "Seit Monaten habe ich Schlafmangel".

 

Stehe ich des Nachts müde auf um mein Kind zu beruhigen, gibt es auch in diesem Augenblick kein Problem. Ich befinde mich in einem warmen Zimmer, in einem großen Haus und muss weder um mein Leben fürchten noch darum, am kommenden Tag vielleicht nichts zu Essen zu haben.

Und obendrein bietet mir die Erfahrung des Mutterseins neue Möglichkeiten zu innerem Wachstum. Welch eine Bereicherung!

Tagsüber bin ich dann stets hellwach und genieße das Sein mit meinem Kind und meiner Familie sowie all die Erfahrungen und Erkenntnisse, die  das Leben mir zuspielt. Fragt man mich dann, wie es mir geht, bin ich augenblicklich in der Gegenwart, fühle instinktiv in mich hinein und "kann" nur sagen, dass alles gut ist.
Nicht ein Gedanke an Leid und Mangel.

 

 

Unsere Ursprünge

 

Zeit ist aus meiner Sicht etwas Menschengemachtes, ebenso wie die Probleme, die mit ihr einhergehen.

 

Täglich sehe ich meinen Sohn, wie er offenherzig und unbedarft die Welt entdeckt und dabei jedes noch so kleine Ding - Eicheln am Wegrand, Steinchen im Blumenbeet, Wollmäuse in der Zimmerecke - jede neue Situation, jeden Moment mit offenen Armen willkommen heißt, ohne etwas infrage zu stellen.

 

Er zeigt mir, dass für Kinder  so etwas wie Zeit schlichtweg nicht exstiert und sie stets im Hier und Jetzt leben.

Sie machen sich keine Sorgen um eine ungewisse, unsichere Zukunft, noch ärgern oder schämen sie sich ob der Vergangenheit.

 

Ich erahne, dass  auch wir Erwachsenen in diesem Zustand sein könnten - sind wir doch alle mit ebendiesen Eigenschaften in diese Welt hineingeboren worden. Interpretationen, innere Überzeugungen, Kontexte und Glaubenssätze entfernen uns von diesen Ursprüngen.

Als Kinder waren wir mit allem verbunden und haben das Wunderbare in allem gesehen, auch in uns selbst. Es gab weder Trennung, noch Bewertungen, noch Hierarchien. Alles war immer genau das, was es war. Und alles war immer jetzt.

 

Wenn mein Sohn im Sandkasten sitzt, seine Hände in der Erde vergräbt um anschließend den herabrieselnden Sand an seinen Fingerchen zu begutachten, dann tut er das mit voller Begeisterung und Bewunderung und mit all seiner Aufmerksamkeit. Was für ihn dann zählt ist genau das. Der herabrieselnde Sand in seiner Hand. Dieser Moment. Das Hier und Jetzt. Es ist das intensivste, hingabevollste Erleben.

 

 

Einfluss der Zeit

 

Im Laufe unseres Heranreifens haben wir gelernt, Zeit als unanfechtbaren Faktor in unserem Leben zu integrieren.

Der Schulunterricht beginnt jeden Morgen um 8.00 Uhr mit dem Schulgong. Später müssen wir pünktlich bei der Arbeit sein. Ein Tag hat 24 Stunden, eine Woche 7 Tage und ein Jahr 52 Wochen.

 

Zeit ist eine Geburt des Verstandes und ausschließlich in verstandesbasierten Aktionen dienlich. Um unseren Alltag zu bewältigen in der Welt, wie sie sich heute darstellt - ebenfalls überwiegend auf dem Verstand beruhend und von ihm gesteuert.

 Wir nutzen sie um vor Ladenschluss einzukaufen oder Verabredungen zu treffen.

 

 

Kein Problem!

 

Im Hier und Jetzt gibt es kein Problem.

Früher war alles besser? Gedanken an die Vergangenheit wurzeln im Verstand. Wozu dient Dir der Blick zurück? Die Vergangenheit gibt es nicht mehr.

Du hast morgen eine Prüfung? Das Morgen gibt es noch nicht. Es ist immer eine Illusion. Dein Verstand spielt Dir mögliche Situationen ein, die so nie eintreten werden.

Er zieht Dich heraus aus der Gegenwart, denn er "hasst" die Gegenwart. Sie bedeutet seine Ende.
Fragen, die Dich unterstützen könnten, sind beispielsweise:

 

"Wo befinde ich mich gerade?"
"Was nehme ich um mich herum wahr?"
Auch die Konzentration auf den eigenen Atem und/oder die Wahrnehmung des Körpers kann unterstützend wirken beim Ankommen in der Gegenwart.


Und dann: "Wozu dient mir der innere Druck und meine Angst (vor dem etwaigen Versagen)?"

Dann trittst Du aus den Gefühlen (die im Verstandesdenken wurzeln) heraus in die beobachtende Gegenwärtigkeit, in der genau das zählt, was ist. Nicht mehr und nicht weniger. Keine Bewertung, keine Kritik. Nur die Gegebenheiten, die anerkannt werden, wie sie sind.

 

Probleme entstehen tatsächlich erst sobald ich den Dingen "Zeit" gebe.

 

 

Das ewige Jetzt


Es ist immer JETZT. Es git nichts anderes als das ewige Jetzt. Die ewige Gegenwart. Und alles, was geschieht, geschieht immer genau jetzt. Es gibt keinen Augenblick, in dem unser Leben nicht jetzt ist. Auch das, was hinter uns liegt, das Vergangene, fand im Jetzt statt.

Wie wäre es, eine neue Wahl zu treffen? Sich der beobachtenden Gegenwärtigkeit wieder anzunähern, ins Hier und Jetzt zu kommen und jedem Moment in Wertschätzung und Dankbarkeit unsere volle Aufmerksamkeit und Hingabe zu widmen?

© Maria Seidel


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